Karosserie – 2013

Rost, Rost, Rost…

Das war die niederschmetternde Erkenntnis, als wir Elliot aus dem Winterschlaf holten. Zwar stand er den ganzen Winter über im Trockenen, dennoch hatte sich sein Zustand verschlechtert.

Hab ich schon erwähnt dass ich Rost hasse? So ein fieses, penetrantes, gefräßiges Zeux!

Nundenn, da wir ohnehin daran dachten Elliot zu einem H-Kennzeichen zu verhelfen, war das neue Projekt eröffnet: Karosseriearbeiten noch und nöcher.

Die größte Schwierigkeit war zunächst, sich in der unglaublich vielfältigen Produktpalette und den ganzen Rostbehandlungsstrategien zurechtzufinden und sich für ein nachhaltiges Vorgehen zu entscheiden.

Nach vielen, vielen, vielen nächtlichen Googelstunden und Durchforsten aller Foren die irgendwas zum Thema Rost zu sagen hatten, war ich dann vollends verwirrt.

Aus dieser Misere half mir Marco vom Korossionsschutzdepot. Wirklich tolle Leute 🙂 und gelduldig obendrein! Busrettende Frauen können nämlich viel fragen, seeeehr viel! Anhand von Fotos die ich Marco per e-mail zukommen ließ, klügelten wir ein genaues Vorgehen aus und er stellte mir ein Paket zusammen, was ich alles brauchte um auf Rostjagd zu gehen.

Das Paket stand am nächsten Tag vor der Türe und ich konnte loslegen. Im Frühling 2013 begann ich damit Elliot Stück für Stück zu behandeln und langsam verlor dieses fiese kleine Rostmonster etwas seinen Schrecken – aber man darf auf keinen Fall glauben man hätte den Kampf gewonnen – schwupps – zeigt es sich wieder an einer anderen noch unzugänglicheren Ecke. Oh wie ich Rost hasse!

Ich kam nicht drum herum, die gesamte Beblankung zu lösen, um auch an den Rost der Träger zu kommen:

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… und wo ich schon mal dabei war: zack das Fenster ausgebaut und alles richtig entrostet und wieder neu und vorallem dicht eingesetzt:

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hier wurde es richtig gruselig und mich verließ fast der Mut…

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… aber nachdem ich beherzt weiter schliff und flexte, ich Mutmachmails aus dem 319er Forum bekam, verlor auch diese Stelle ihren Schrecken.

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jetzt war (natürlich erst nach ordentlicher Konservierung des Hohlraums) der Zeitpunkt gekommen, an dem ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Reperaturblech anfertigte und an einem Auto schweißte

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passt einfach noch nicht ganz… hm. Mit Elos Absetzzange wäre das ein Leichteres gewesen. Das erfuhr ich aber erst später beim Frühjahrestreffen der 319er

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Ich bin echt megastolz! Ihr dürft nur nicht so genau hinsehen… aber immerhin meine allererste Schweißarbeit am Bus

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Es folgten noch viele, viele, viele kleine und große Stellen, die bearbeitet werden wollten. Ich fühle mich manchmal wie ein Zahnarzt im Kampf gegen Karius und Baktus.

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Jetzt nach einem halben Jahr, haben wir gerade mal eine Hälfte geschafft und die Front. Aber wir machen das ja auch alles nebenher.

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2 Kommentare zu “Karosserie – 2013

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